Das Flötenbuffet – 70 Instrumente im Einsatz

Nicht ein Instrument, sondern viele prägen den musikalischen Alltag von Maurice Steger

Auf der CD «Una Follia di Napoli» sind sechs verschiedene Blockflöten zu hören, begleitet von einem Barockorchester mit den besten Spezialisten für Italienischen Barock. Fünf Altflöten und eine Sopranblockflöte in unterschiedlicher Stimmung und nach unterschiedlichem Vorbild kommen zum Einsatz.

Die Altflöten auf der CD wurden alle vom Flötenbauer Ernst Meyer gebaut, die Spopranflöte von Heinz Ammann. Die Vorbilder der Altblockflöten stammen von den barocken Flötenbauern J. Denner und P.I. Bressan. Zum Einsatz kamen für die Flöten der CD «Una Follia di Napoli» die Hölzer Elfenbein, Buchsbaum und Grenadille (ein Afrikanisches Hartholz der Palisander-Familie).

Grenadilleholz

Je nach Tonart wird ein unterschiedliches Instrument benötigt, ebenso braucht es unterschiedlich gestimmte Flöten je nachdem, welche Begleitinstrumente mit der Blockflöte zusammen spielen, etwa modern (in 440 Hertz) gestimmte oder barocke Originalinstrumente (in 415 Hertz gestimmt). Und auch der Raum bestimmt mit, welche Flöte gespielt werden kann; so klingen bestimmte Flöten je nach Bauart und Flötenbauer besser in kleineren Räumen, andere wiederum in grossen Konzertsälen.

Rein mathematisch braucht ein Blockflötist mit einem grossen Repertoire also eine grosse Auswahl an Flöten, um jederzeit optimal spielen zu können. Bei Maurice Steger sind es nun bereits über 70 Flöten, die regelmässig im Einsatz stehen, bei einem jungen Profi um die 15 bis 20 Instrumente.